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Porto und Vorgeschichte.

Ich beginne diesen Block am Montag den 07.09.2015. Hier werde ich mein Auslandssemster beschreiben und kommentieren.

Los ging die Reise am letzten Freitag, nachdem ich meine Freunde mehr oder wenig innig verabschiedet  habe. Ich versuchte möglichst alle noch einmal zu sehen und habe deswegen eine kleine Hausparty bei mir in der WG veranstaltet. Ich würde den Verlauf als gelungen beschreiben, was ich am Auftauchen von mir unbekannten Drogenfahndern und diversen leeren Schnapsflaschen festmachen kann. Schlachtruf (nicht meiner) des Abends: "Die Fotze gehört uns!" Einige weitere Partys und unglückliches Timing später stelle ich fest, dass der Tag der Abreise gekommen ist.

Nach einer eher distanziert-peinlichen Verabschiedung im kleinen Familienkreis, fuhr ich mit meiner Mutter zum Flughafen. Erst nach unserer Ankunft wurde mir so richtig klar, was ich im Begriff bin zu tun. Ich schätze es gibt Ereignisse von denen man weiß, dass sie kommen werden, von denen man jedoch trotzdem immer überrascht wird. Ich war zwar die letzten Wochen relativ emotionslos - im positiven wie im negativen Sinn - aber als ich mich endgültig von meiner Mutter und somit der vorerst letzten Person aus meinem "alten" Leben verabschiedet habe stieg trotzdem kurzzeitig Panik in mir auf. Am Flughafen wurde sie mit gepflegten battle-MCs bekämpft. Im übrigen habe ich noch täglich, gewönlich für einige Minuten, diese Panikattacken.

Eine Flugreise und kurzes Umherirren in einer mir fremden Stadt mit so gut wie fremder Sprache später, kam ich abends schwer erschöpft in meinem neuen Zuhause an: dem Wohnheim ein der Metro-Station Campanha. Geschockt angesichts meines Zimmers beschloss ich mich relativ zügig schlafen zu legen, traurig weil die Portugiesen wenig von der gepflegten deutschen Fast-Food-Kultur verstehen. Am nächsten Morgen stellte sich jedoch heraus, dass der Schock größtenteils auf die Müdigkeit zurückzuführen war, da mein Zimmer durchaus annehmbar ist (aus dem Toilettenkasten tropft Wasser, das muss ich noch an der Rezeption melden). 

Den ersten Tag verbrachte ich damit einzukaufen und meine nähere Umgebung zu Fuß zu erkunden. Dieses wenig strukturierte Unterfangen wollte ich am zweiten Tag durch bessere Planung optimieren. Mit Hilfe eines Reiseführers zog ich also am Sonntag los und machte ein siebenstündiges Touristenporgramm. Mein Fazit: 1. Die Stadt hat einiges zu bieten, meine bisherigen Urlaube habe ich am Strand oder am Pool verbracht, eine Städtereise kann jedoch auch sehr attraktiv sein. 2. Alkoholiker haben es im Süden aufgrund der hohen Temperaturen schwer 3. Mein alter TV-Freund Walter scheint mit seinen Vermutungen über südländische Frauen recht zu haben, und schließlich: 4. Wenn man muss findet man sich überall zurecht.

Motiviert von dem gelungenen gestrigen Tag verfiel ich wieder in mein altes Muster und ging mehr oder weniger spontan auf die Suche nach meiner neuen Universität. Zwar habe ich mich im Internet vorher umgeschaut wo diese zu finden ist, aber da mein Reiseführer für dieses Unterfangen nur unzureichendes Kartenmaterial zur Verfügung stellte, konnte ich die faculdadede letras nicht finden. So fuhr ich noch ein wenig in der Stadt herum und habe immerhin noch meine zweite zukünftige Heimatfakultät gefunden.

Ich werde nun gleich runter in den Gemeinschaftsraum des Wohnheims gehen und dort Fussball schauen. Zumindest gehe ich davon aus, dass es dort einige Personen gibt, die Fussball gucken werden. Morgen habe ich dann noch einmal Zeit Kraft zu tanken, bevor es am Mittwoch mit einer gemeinsamen Erasmus-Erkundungstour am Campus und anderen Kennenlernaktivitäten losgeht. Einen Tag später gibt es eine Party in der Stadt, ich hoffe bis dahin schon Leute zu kennen, die down für eine stabile action sind...

7.9.15 20:21


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